Demokratie ist nur wehrhaft, wenn wir es sind!

Sie ist für viele Deutschlands aktuelles Sorgenkind: unsere Demokratie. Extremistische und antisemitische Straftaten steigen an, Meinungs- und Pressefreiheit stehen unter Druck und Debatten verrohen. Umso wichtiger scheint es, bei jüngeren Generationen wieder ein Interesse an Beteiligung zu wecken, Vertrauen in die Demokratie als Staatsform zu stärken und auch die Bereitschaft zu erhöhen, gegen Demokratiefeindlichkeit standhaft zu bleiben.

Dies war Anlass für uns als Schülervertretung, ein Projekt zu organisieren, durch das euch Schülern die Demokratie nahbarer gemacht wird. Tatsächlich fanden an unser Schule schon öfter Veranstaltungen rund um das Thema statt – zuletzt wurden zum Beispiel vor der letzten Bundestagswahl Vertreter von Parteien eingeladen, um verschiedenste aktuelle Themen zu debattieren.

Am Freitag, 8. Mai, stand nun alles unter dem Motto: „Demokratie ist nur wehrhaft, wenn wir es sind“.

Eschel Ewert, Schülersprecher am LMG: „Die Demokratie verliert aus meiner Sicht bei jungen Menschen zunehmend an Vertrauen – und genau da wollen wir gegensteuern. Für uns bedeutet Demokratie weit mehr als nur Politik. Deshalb wollen wir die Schnittstellen sichtbar machen: Was gehört überhaupt alles dazu und wie stärkt die Zivilgesellschaft unsere Demokratie?“

Um ihren aktuellen Zustand in Deutschland aus verschiedensten Perspektiven zu beleuchten, wurden nun 11 Referenten mit unterschiedlichen Hintergründen eingeladen, die sich tagtäglich damit auseinandersetzen, was es bedeutet, als Bürger nicht nur in einer Demokratie zu leben, sondern auch in ihr zu wirken. Sie verteidigen durch ihr vielfältiges Engagement tagtäglich direkt und indirekt unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Nach einem Grußwort des renommierten Experten Ahmad Mansour, in welchem er für Meinungstoleranz plädierte, wurde die Schülerschaft der 9. und 10. Klassen dazu eingeladen, an zwei Workshops teilzunehmen, die jeweils von einem Referenten angeleitet wurden. Dabei erfuhren sie nicht nur mehr über deren Arbeit, sondern haben auch selbst über die verschiedensten Themen im Kontext Demokratie untereinander diskutiert. Es wurde auch interaktiv – beim Training von rhetorischen Fähigkeiten, dem Drehen eines Social-Media-Videos zu einem aktuellen Thema und bei verschiedenen Diskussions- und Reflektionsrunden.

Unter anderem durften der Mitgründer des Verbands für Wissenschaftsfreiheit Prof. Dr. Dieter Schönecker von der Universität Siegen, der Welt-Redakteur Christoph Lemmer, Frau Prof. Dr. Corinna Petersen-Ewert von der HAW Hamburg, Model, Aktivist und Buchautor Felix Nieder sowie der Bürgermeister Herr Woschei bei uns am Ludwig-Meyn-Gymnasium begrüßt werden.

Anschließend wurden Herr Schönecker, Herr Lemmer und Ebru Çalışkan vom Projekt Dyalog eingeladen, an einer abschließenden Podiumsdiskussion und Fragerunde mit der Schülerschaft teilzunehmen, die von Eschel Ewert (Schülersprecher) und Carolin Eichen (stellvertretende Schülersprecherin) moderiert wurde. 

„In aktuellen Debatten wird auch immer wieder das Gefühl einer Cancel-Culture deutlich. Junge Menschen fühlen sich gehemmt, ihre Meinung frei zu äußern – Diskurse werden unterdrückt, emotionalisiert und Menschen so bewusst exkludiert. Was ist noch sagbar und welche Meinungen muss eine Demokratie eigentlich aushalten können?“, so Eschel Ewert.

 

Unter anderem durften der Mitgründer des Verbands für Wissenschaftsfreiheit Prof. Dr. Dieter Schönecker von der Universität Siegen, der Welt-Redakteur Christoph Lemmer, Frau Prof. Dr. Corinna Petersen-Ewert von der HAW Hamburg, Model, Aktivist und Buchautor Felix Nieder sowie der Bürgermeister Herr Woschei bei uns am Ludwig-Meyn-Gymnasium begrüßt werden.

Anschließend wurden Herr Schönecker, Herr Lemmer und Ebru Çalışkan vom Projekt Dyalog eingeladen, an einer abschließenden Podiumsdiskussion und Fragerunde mit der Schülerschaft teilzunehmen, die von Eschel Ewert (Schülersprecher) und Carolin Eichen (stellvertretende Schülersprecherin) moderiert wurde.

„In aktuellen Debatten wird auch immer wieder das Gefühl einer Cancel-Culture deutlich. Junge Menschen fühlen sich gehemmt, ihre Meinung frei zu äußern – Diskurse werden unterdrückt, emotionalisiert und Menschen so bewusst exkludiert. Was ist noch sagbar und welche Meinungen muss eine Demokratie eigentlich aushalten können?“, so Eschel Ewert.

Unter anderem diesem Thema wurde sich bei der Abschlussdiskussion gewidmet. Ein überraschender Moment bei der Abschlussdiskussion: Prof. Dr. Schönecker forderte eine Erhöhung des Wahlalters auf 21, da er junge Menschen für zu unreif hält – Herr Lemmer hielt dagegen und forderte ein Wahlrecht ab der Geburt, solange auch ältere Menschen wählen dürften.

Auch diese Debatte hat den nie endenden Diskurs in einer demokratischen Gesellschaft verdeutlicht; dass dieser eine zu bewahrende Grundvoraussetzung für uns ist, war der abschließende Konsens. Daher die Botschaft: Demokratie wehrhaft zu gestalten heißt, partizipieren, diskutieren und tolerant anderen Positionen gegenüber zu sein.

Eure Sanni G. Und Eschel E. (Schülervertretung LMG)


Kontakt:

Ludwig-Meyn-Gymnasium

Seminarstraße 10

25436 Uetersen

 

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