FRAUEN IN DER MUSIK

Anne Clasen begann ihre Präsentation mit einem Musikbeispiel von der Komponistin Martinez und spielte im Vergleich dazu ein Auszug aus einer Sonate von W. A. Mozart. Die SchülerInnen konnten keinen qualitativen Unterschied dieser Musikbeispiele feststellen. Anschließend wanderte Frau Clasen durch die Zeit mit dem Leitfaden, wie Frauen in der Musik unterdrückt wurden. Sie fing im antiken Griechenland an, wo Frauen, die Musik machten, gebilligt wurden, aber nur, wenn es dem göttlichen Zwecke diente. Sogar Philosophen wie Aristoteles waren dieser Meinung und bezeichneten die Frau als „das Fehlen männlicher Eigenschaften“. Im Mittelalter, fuhr Frau Clasen fort, war es sogar den Nonnen verboten, Musik zu Ehren Gottes zu machen. Auch Musikinstrumente und die Spielleute, die sie spielten, waren verpönt, denn sie galten als Verkörperung des Teufels. Erst im Barock wurden hohen Töchtern Musikunterricht, also Gesang und Ausbildung auf einem Instrument, gestattet, da diese dadurch eine gute „Partie“ zum Heiraten seien. Im 19. Jahrhundert wurden die Frauen selbstbewusster. Es gab die ersten Komponistinnen. Doch in der NS-Zeit änderte sich dies wieder. Ein Beispiel hierfür ist die Komponistin Ilse Fromm-Michaels, die Berufsverbot erhielt, weil sie mit einem jüdischen Richter verheiratet war. Eine weitere Komponistin aus Frau Clasens Repertoire war die deutsche Komponistin Ruth Schonthal, die den 2. Weltkrieg in Schweden und den USA verbrachte. Sie komponierte das Werk „Nachklänge“. Dieses Stück ist für ein präpariertes Klavier geschrieben. Frau Clasen legte mitgebrachte Becher und Deckel auf die Saiten des Klaviers, sodass verfremdete Klänge von alten deutschen Volksliedern erklangen, die Eindrücke und Töne aus dem Krieg widerspiegeln sollten.

 

Der Besuch von Anne Clasen eine Bereicherung des Wissens und eine Erweiterung des Horizontes der Klasse. Diese blickt dankend auf solch eine Erfahrung zurück.

 

Jonas S., 9d