LA VILLE ROSE

Bonjour,

ein paar Wochen ist es nun her, dass wir aus Toulouse zurückgekehrt sind. Wir, das sind Paula und Lilli aus der E2.b. Für zwei Wochen während der Osterferien lebten wir in den Familien unserer Austauschpartnerinnen Clara und Eva, die vor einem Jahr bei uns zu Gast waren. In Toulouse gingen wir zur Schule, machten Ausflüge nach Carcassonne und in die Pyrenäen und lernten schnell die Stadt und die Menschen dort lieben. Anfangs waren wir natürlich ziemlich aufgeregt, doch als wir am Toulouser Flughafen von so überaus freundlichen Gesichtern empfangen wurden, verflog die Nervosität und mit Neugierde und Spannung sahen wir unserem Aufenthalt entgegen.


Der erste Tag in einer sehr viel größeren Stadt (mit 450.000 Einwohnern) als Uetersen begann zur Orientierung mit einer Stadtbesichtigung. Es gibt viele kleine Läden und Boutiquen, Cafés mit Terrassen und Restaurants der verschiedensten Länder. Übrigens ist die ganze Altstadt ein einziger Fußgängerbereich – für Frankreich sehr fortschrittlich. Die vielen alten Bürgerhäuser, Kirchen und Klöster und natürlich die Garonne mit der “ Pont Neuf“ geben der Stadt ihr Gesicht. Besonders typisch ist der rötlich – rosa Backstein der Gebäude, weshalb Toulouse auch liebevoll “La ville rose“ genannt wird.


Unsere Schule, Das “Lycée St. Sernin“,  befindet sich im Stadtkern und ist zugleich Gymnasium und Internat. Zur Schule gehören neben einem großen Schulgebäude ein kleiner Garten, die Kantine und ein Sportzentrum. In Frankreich gibt es nur Ganztagsschulen, was bedeutet, dass man von 8-12 Uhr Unterricht hat, während der zweistündigen Mittagspause in der Kantine essen kann oder lieber in der Stadt verweilt und den Unterricht um 17 Uhr beendet. Zunächst klingt das nach einem langen Schultag, aber irgendwie ist das Zeitmanagement dort anders und die Tage erschienen uns nicht so lang.


Zum Frühstück gibt es meistens wenig zu essen : un toast, un croissant, des céréales, un café ou un chocolat. Die Hauptmahlzeit in der Familie ist das Abendessen – “le dîner“, das man mit Vorspeise, Hauptgang, Käse und Dessert zwischen 20 und 21 Uhr einnimmt. Wir haben nun verstanden, warum die Spielfilme im Fernsehen erst um 21 Uhr beginnen!


Neben den vielen Eindrücken, die wir bei unserem kurzen Aufenthalt gewinnen konnten, haben wir natürlich unsere Ausdrucksfähigkeit in der französischen Sprache aufgebaut und verbessert. La base - die Basics rund um die Verständigung mit anderen Menschen und den Umgang mit ihnen, und sei es nur, um einer älteren Person den Platz im Bus anzubieten, werden wir so schnell nicht vergessen. Danke an unsere neuen Freunde in Toulouse!


Résumé: Ein Austausch ist sehr zu empfehlen, wenn man keine Lust mehr auf stures Vokabellernen hat,

eine andere Kultur nebenbei kennen lernen möchte und Lust auf ein kleines Abenteuer hat !

Au revoir


Lilli und Paula, E2.b