EMPFELENSWERT? - ABER JA!

Die Klasse 8b hatte sich nach einer Abstimmung mit großer Mehrheit für eine Exkursion zum Klimahaus in Bremerhaven entschieden. Dass dieses allerdings leichter gedacht als getan war, merkten wir sehr schnell.

Selbst absolute Experten in Sachen Bahnverbindungen und Sparpreistickets wie unser Mitschüler Lennart mussten kapitulieren: es ging nichts unter vier Stunden Zugfahrt mit unzähligen Umsteigemanövern und einem saftigen Fahrpreis. Sollte etwa die Deutsche Bahn das “Aus“ für unsere Exkursion sein? Sicher, wir hatten beim gemeinsamen Bowlen als Alternative wirklich viel Spaß, dennoch unternahmen wir mit der 8e, dem physikbegeisterten Herrn Brandt und einem gemieteten Bus einen zweiten Anlauf für unsere Wunschexkursion. Und diesmal klappte es. Die Fahrt war nur geringfügig kürzer, was eindeutig an der gewählten Route des Busunternehmens lag, aber viel angenehmer. Und es sollte sich zeigen, dass sich die lange Strecke gelohnt hatte. Die futuristisch anmutende Architektur des Klimahauses verschlang uns in ihrem Bauch und nahm uns mit, um am eigenen Körper zu spüren, was das Klima mit uns Menschen, der Tierwelt und den Pflanzen anstellt.

Doch gehen wir einmal der Reihenfolge nach: Ist es bedenklich, das alle Mädchen der 8b in den Workshop über Artenvielfalt strömten, während die Jungen eine Besichtigung der Sonderaustellung über Offshore Windparks bevorzugten? Wir glauben nicht, denn zum einen lernten wir viel über den Bauprozess der Windparks und zum anderen winkte uns ein simulierter Flug in einem Helikopter, den sich niemand entgehen lassen wollte.

Währenddessen “wanderten“ die Mädchen durch die verschiedensten Klimazonen, die in mehreren Räumen authentisch installiert waren. Man konnte die hohe Luftfeuchtigkeit und die Atemnot in den Tropen nachempfinden, bibberte vor Kälte im Eis der Antarktis und musste sich in das karge Leben der afrikanischen Menschen in der Savanne hineinversetzen. Will man diese Zonen mit Fachausdrücken benennen, so wären diese die tropische Zone, die subtropische, die gemäßigte, die polare und die subpolare Zone.

Vier Stunden blieben wir im Klimahaus mit seinen gigantischen Ausmaßen und Schwindel erregenden 

Ausblicken von der Dachterrasse, aber die Rückfahrt nahte. Es müsste etwas schneller zu erreichen sein, dieses Klimahaus, denn dann könnte man die Vielfältigkeit der Angebote optimal nutzen. Es war ein erlebnisreicher Tag für die 8b und die 8e, den sie mit einer guten Organisation gerne weiterempfehlen.


Markus E., Leon - L. W., 8b