SPAß UND SONNENBRAND

Unser Austausch vom 20. bis 27. April 2015 führte uns in die Schweiz nach Genf. Endlich angekommen hieß, es dann „Salut Genève!“ und wir wurden von unseren immer gut gelaunten Austauschpartnern begrüßt, die uns schon erwarteten und sich freuten, uns nach ihrem Besuch in Uetersen im November 2014 wiederzusehen. In den Familien angekommen, stellten viele von uns fest, dass die anfänglichen Ängste, sich nicht verständigen zu können, unbegründet waren, da sich die Schweizer stets sehr offen und interessiert zeigten. Zudem waren sie geduldig und hilfsbereit, egal ob wir nach den richtigen Worten suchten oder eine Frage zu ihren, doch etwas anderen, Gewohnheiten hatten.

Am nächsten Morgen auf dem Schulweg konnten dann diejenigen, die den Flug verschlafen hatten, auch ihre ersten Eindrücke von der Stadt sammeln. Egal in welche Richtung man guckt, überall kann man die Berge sehen. Mit Glück entdeckte man sogar den Mont Blanc, nach dem alle stets Ausschau hielten. Auch die Sonne begleitete uns die ganze Woche, was bei vielen zum ersten Sonnenbrand des Jahres führte.

In der Schule angekommen, gab es eine weitere Überraschung für uns Dorfkinder. Man konnte wohl jeden Typ von Mensch hier finden, was zu einem bunten Bild in dem eher grauen Gebäude führte. Leider waren die Unterrichtsstunden eher eintönig gestaltet und wir bekamen einen ganz neuen Eindruck davon, was Frontalunterricht bedeuten kann.

Umso mehr freuten wir uns alle auf die Ausflüge, die abwechslungsreich gestaltet waren. Wir besuchten viele Museen, hatten Freizeit in der Stadt und konnten den See bei einer Bootstour entdecken. Egal, ob wir mit den Schweizern oder in unserer deutschen Gruppe unterwegs waren, die Unternehmungen waren immer durch Spaß und gute Laune geprägt.

Auch mit der deutschen Sprache gaben sich einige Mühe für uns, insbesondere die Leiterin unserer Gruppenführung am Freitag, die für eine außergewöhnliche Tour durch das Uhrenmuseum „Patek Philippe“ sorgte. Dieses ist vor allem durch seine vielen Einzelstücke geprägt, was wohl keiner von uns je wieder vergessen wird, so oft wie die begeisterte Dame uns diese Information eingebläut hat.

Generell stellten wir fest, dass es in Genf alles gibt, um unsere Uetersener Herzen höher schlagen zu lassen: Berge, Wasser und das „Großstadt-Feeling“, aber auch grüne Parks, sodass wir überall einen Platz für ein Mittagsschläfchen finden konnten. Dementsprechend fühlte sich niemand unwohl, da kein Wunsch offen gelassen wurde, und die Stadt für jeden ein persönliches Highlight bieten konnte.

Doch eine Sache störte uns alle…- die Preise!! Es war völlig normal für ein einfaches Sandwich sieben Franken zu zahlen, für einen Kinobesuch sogar bis zu 35. Dazu muss man sagen, das der Wechselkurs ungefähr bei 1:1 liegt.

Nach der Entdeckung dieser „Schweizer Schnäppchen“ wussten wir die Großzügigkeit unserer Gastfamilien noch mehr zu schätzen. Wenn man etwas selber bezahlt hat, wurden sie manchmal sogar etwas böse, und früher oder später fand man das Geld dann auf dem Nachtschrank oder in seiner Jackentasche wieder.

Als wir uns am Montagmorgen nach einem letzten gemeinsamen Frühstück, natürlich Kekse oder Croissants, schon von einigen verabschieden mussten, fiel das vielen von uns schwer. Noch schwerer war allerdings der Abschied von unseren Austauschpartnern am Flughafen.

Zu Hause angekommen, dieses Mal glücklicherweise ohne Verspätung, waren wir weniger müde als anfangs erwartet. Durch das „gemütliche“ Lebenstempo der Schweizer und die Gelassenheit von Frau Herbig und Herrn Suck hatten wir zwischendurch immer Zeit zum Durchatmen!

Es war insgesamt ein sehr effektiver Sprachkurs mit Urlaubsfeeling, der uns wahrscheinlich allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Clara C., Ina O., Q2.a;

Nela T., Q2.h