Neuer Lebensraum

Bei schönstem Sonnenschein pflanzten SchülerInnen der 8e am 2. Dezember in “Ingas Obstpark” im Kanaldamm in Tornesch zwölf alte Apfelsorten. Das ist aufwendiger, als man denkt, denn jedes Bäumchen braucht einen eigenen Wildschutzzaun. So mussten wir nicht nur Pfähle setzen, Holzverbindungen sägen, Drahtgitter zuschneiden und festnageln, sondern auch noch reichlich mit Wasser gießen, damit die Wurzeln des Baumes einen besseren Kontakt zum Erdreich bekommen.

Die ganze Aktion ist nur der Anfang. In den nächsten Jahren sollen noch mehr Bäume gepflanzt werden, so dass in Tornesch nach und nach ein Apfelspazierweg entsteht.

Das Projekt stößt jetzt schon in der Öffentlichkeit auf wohlwollendes Interesse und entspricht unserem Ziel, mit unseren SchülerInnen nicht nur unser Schulleben, sondern auch die Umgebung mitzugestalten und Impulse für mehr Vielfalt zu setzen.

Das betrifft zum einen die Sortenvielfalt der Äpfel: Nur etwa sieben Apfelsorten werden regelmäßig im Handel angeboten, weil sie den EU-Richtlinien entsprechen, die zum Beispiel einheitlich große Früchte oder eine leichtere Ernte fordern. Dabei gibt es in Deutschland 2000 Apfelsorten!

Zum anderen wird ein Baum unweigerlich zu einem eigenen Lebensraum, von dem andere Tier- und Pflanzenarten profitieren. Biologische Vielfalt zu erhalten ist ein wichtiges Prinzip, aus dem in der Umwelt Möglichkeiten und Lösungen entstehen. Das wollen wir unseren SchülerInnen vermitteln.

Gefördert und mit geplant wird das Vorhaben von der Stadt Tornesch.

 

S. Jendrszok und S. Sielaff