Zusammenhalt und Unterstützung

Die Klasse 9b von Frau Bekemeier hat am 12. April 2016 ihren Mitschüler Nils bei einem Theaterstück in Schleswig unterstützt. Nils, welcher aufgrund von Augenproblemen regelmäßig vom Landesförderzentrum Sehen mit Sitz in Schleswig unterstützt wird, studierte zusammen mit Gleichgesinnten in den Osterferien ein Theaterstück ein. Dieses sollte von der jungen Schauspieltruppe im Anschluss an den einwöchigen Workshop am oben genannten Tag auch zur Aufführung gebracht werden. Die Klasse 9b entschied sich spontan einstimmig dafür, die Vorführung zu besuchen und ihren Mitschüler zu unterstützen. Allerdings liegt das Landesförderzentrum in Schleswig, wodurch die Anfahrt lang und nicht ganz preiswert war. Der Verein der Freunde zeigte sich großzügig und spendete uns die Hälfte der Fahrtkosten. (Herzlichen Dank an dieser Stelle dafür) und eine passende Zugverbindung wurde auch schnell gefunden. So konnte die Fahrt losgehen.

Am Bahnhof in Schleswig angekommen, staunte die Klasse nicht schlecht. „Schleswig ist ganz schön groß“ wurde immer wieder festgestellt. Die Strecke vom Bahnhof zum Landesförderzentrum Sehen musste nämlich zu Fuß bewältig werden. Von der Tatsache, dass auch in Schleswig-Holstein leichte Berge ihren Platz in der Landschaft haben, konnte man sich zusätzlich überzeugen lassen… Dank der guten Wegführung von der, neben Frau Bekemeier, ebenfalls mitgekommenen Frau Strehlow kam man aber über Berg und Tal nach einer ganzen Weile an dem gewünschten Gebäude an.

 

In der Aula des LFZS gespanntes Warten auf das, was gleich kommen würde. “Das Märchen vom tapferen Umarmer“, welches die Jugendlichen mit Bravour aufführten, handelt von einem Mann, der in einem Land lebt, in dem es sehr hektisch und unfreundlich zugeht. Als er dann aber sein Land auf einer Reise verlässt und im anderen Land viel Zuneigung und Freundlichkeit erlebt, beschließt er, in seinem Land auch für Freundlichkeit zu sorgen, indem er sich in den Park stellt und jedem, der vorbeikommt, eine gratis Umarmung (Free Hugs!) anbietet. Zunächst stößt dies auf viel Unverständnis. Als aber nach und nach Leute auf ihn zugehen, ändert sich die Lage im Land…

 

Ein Stück, welches, mitten aus dem Leben gegriffen, gut zu verstehen ist und viel Begeisterung aber auch Nachdenklichkeit beim Publikum hervorrief.

 

Markus E., 9b