Abenteuer Austausch

Im Januar war eine Gruppe von acht Schülerinnen der Französisch-Kurse des Q1-Jahrgangs mit Frau Herbig zu Besuch an unserer Partnerschule in Genf. Sie entdeckten die vielseitige, internationale Stadt, ein anderes Schulsystem und das Leben in einer französischsprachigen Gastfamilie. Ein ganz besonderes Erlebnis war der „Schneetag“ der Partnerschule, an dem alle Austausch-partnerinnen mit ca. 250 Schweizer Schülerinnen in die französischen Alpen fuhren, um dort eine Schneeschuhwanderung durch eine wunderschöne, verschneite Landschaft zu machen.

 

Vom 21. bis 27. April haben wir die Schweizer Partnerinnen empfangen und ihnen einen Einblick in unser Leben gewährt. Lesen Sie selbst, was die Schweizerinnen in der Fremdsprache mit Korrekturhilfe durch die deutschen Schülerinnen an Eindrücken verfasst haben:

 „Hier in Uetersen fahren wir oft Fahrrad, weil es nicht so viele Busse gibt. Das ist anders als in Genf, wo wir nicht so oft Fahrrad fahren. Die Schule ist auch ganz anders. Die Gebäude sind sehr schön und alt. Die Stimmung ist nicht wie in Genf: In Genf sind die jungen Schüler nicht in der gleichen Schule wir die alten Schüler, die Schülerinnen tragen „sexyere“ Kleidung und wir nicht es nicht gewähnt, so viele blonde und blauäugige Leute zu sehen. Die Atmosphäre in der Klasse ist auch anders und wir haben keine Gruppentische. Hier ist die Familie mehr präsent und die Kinder machen mehr mit ihren Eltern. Alle diese Unterschiede sind sehr interessant und es hat uns viel Spaß gemacht, ein anderes Leben zu sehen.“

 

Romane & Elsa mit Anaïs

 

„Am Wochenende nutzten viele von uns die freie Zeit, um den Norden Deutschlands und vor allem die Nordsee kennenzulernen. Der Weg dorthin war teilweise mit einigen Gefahren verbunden. Ausnahmsweise schien am Samstag die Sonne, was uns einerseits freute, doch andererseits dazu führte, dass das Gras am Wegesrand zu brennen begann. So konnten wir anderthalb Stunden im Stau zahlreiche Feuerwehrautos an uns vorbeirasen sehen. Nach der langen Fahrt war der groooooße Strand dafür umso beeindruckender. Weit und breit waren keine Berge in Sicht - für die Schweizer ein sehr ungewohnter Anblick. Der Wind pustete uns um die Ohren und wir nutzten die Chance, einen Drachen steigen zu lassen oder Wikingerschach zu spielen. Einige wagten sich sogar barfuß in die eiskalte Nordsee. Um uns wieder aufzuwärmen, genossen wir in einem Stelzencafé über dem aufgewühlten Meer oder auch um Strandkorb eine heiße Schokolade und eine leckere Torte. In St. Peter Ording-City gibt es leider keine coolen Shoppingmöglichkeiten, aber dafür wurde die Freizeit in Hamburg und Lübeck ausgiebig zum Shoppen genutzt. Dort haben wir viele Klamotten, Schminke, Küchenutensilien und Schmuck gekauft. Das war cool, weil es viele andere Läden gibt. Es gab auch einen Flohmarkt, wo es originelle Sachen gab. Alles in Deutschland ist günstiger für uns als in der Schweiz und alle haben viele Sachen gekauft und somit die Chance genutzt.

In Hamburg sind wir zum Dialog im Dunkeln gegangen und haben dort die Welt der Blinden kennengelernt. Am Anfang war es gruselig, ungewohnt und ein bisschen beängstigend, weil es sehr dunkel war und man nichts sehen konnte. Aber wir wurden sicher von unserem Guide Marc zum Beispiel durch einen Park oder über eine Straßenkreuzung begleitet. Er konnte sich sofort alle Namen der neunköpfigen Gruppe merken und uns an unseren Stimmen erkennen. Wir waren von seinen guten Sinnen beeindruckt und auch unsere eigenen wurden geschärft. Für die Schweizer übersetzte Frau Herbig und so ging keiner im Dunkel verloren. Es war für uns alle eine sehr interessante neue Erfahrung.“

 

Aya & Julie mit Antonia & Merle

 

„Wir haben eine Rallye in Hamburg gemacht. Aber leider haben wir uns verlaufen. Das war nicht schlimm, weil wir viel gelacht haben und viel Deutsch sprechen mussten. Wir sind zur Polizei gegangen . Dort wurde uns geholfen. Wir sind allein mit der U-Bahn gefahren! Dadurch haben wir doch noch das Ziel erreicht. Leider haben wir keinen Preis bekommen, nur die ersten Fragen konnten wir gut beantworten.

In der Zeit, in der wir hier waren, haben wir drei Kirchen gesehen. Sie waren sehr groß und hoch. In der St. Michaeliskirche gab es 453 Stufen und insgesamt fünf Orgeln! Die Fenster waren auch sehr schön.

Die Rundfahrt mit der Hafenfähre war sehr interessant. Dadurch dass es kalt und windig war, haben wir unten etwas gegessen. An Deck konnten wir viele große Gebäude sehen.“

 

Cécilia & Elodie mit Taina

 

„Der Direktor Herr Stroh hat uns willkommen geheißen und es gab Essen: Franzbrötchen, Laugenbrötchen und Apfelsaft aus der Marsch. Wir dachte, dass es das Mittagessen war und haben deswegen viel gegessen. Die Franzbrötchen waren lecker. Wir kannten keine Franzbrötchen, weil es sie in der Schweiz nicht gibt. Danach haben wir in der Schulmensa gegessen.

Am Montag sind wir gemeinsam mit den deutschen Partnerinnen mit der Bahn nach Lübeck gefahren. Wir bedanken uns herzlich beim Verein der Freunde des Ludwig-Meyn-Gymnasiums, der uns diese Fahrt ermöglicht hat! In Lübeck haben wir eine Stadtführung auf Französisch gemacht und die Altstadt kennengelernt. Die Stadtführerin hat eine Zeit lang in Genf gelebt und deswegen bietet sie Touren auf Französisch an. Am Ende der Führung hat es angefangen immer mehr zu regnen. Wir hatten sehr viel Pech mit dem Wetter und sind deshalb anstatt an die Ostsee zu fahren den Nachmittag in der Lübecker Innenstadt geblieben. Somit hatten wir sehr viel Freizeit im kalten Lübeck und hatten die Möglichkeit shoppen zu gehen. Auch in Hamburg war nicht nur schönes Wetter, es hat auch oft geregnet und es gab auch Hagel.“

 

Kelly & Aline mit Anna & Johanna