Mehr Schein als Sein?

Am 20. Juni 2015 machten wir, das Physik-Profil, mit dem Sprach-Profil der Oberstufe eine Exkursion in das Rosarium Uetersen. Beide Profile haben sich zuvor im Unterricht über das Ökosystem See informiert. Folgende Faktoren wurden näher begutachtet: Stickstoff, Phosphor, Sauerstoff, Temperatur, Schwefel, elektrolytische Leitfähigkeit sowie der Saprobienindex.
Wir untersuchten die Messstationen chemisch sowie biologisch auf die vorher genannten Faktoren, um den Gewässerzustand des Rosariums zu bestimmen und daraus folgend zu ermitteln, ob Handlungsbedarf besteht, und evtl. Lösungsvorschläge zu entwickeln. Im Zuge einer gemeinschaftlichen Gewässeruntersuchung der Q1.2b/c haben sich erschreckende Ergebnisse herauskristallisiert. Wir haben vier Messstationen näher in Augenschein genommen. Die erste Messstation war der große See mit der Hochzeitsinsel, die zweite der Zugang zwischen dem großen See und einem kleineren im hinteren Teil des Rosariums (Messstation 3) und die letzte Stelle war der Zulauf zum Rosarium an der vielbefahrenen Jahnstraße. Jede Gruppe untersuchte ihre Messstation mit Hilfsmitteln aus der Schule. Dazu gehörte für die chemischen Untersuchungen ein Kasten, mit dem wir die Stickstoff-, Phosphor-, Sauerstoff-, Schwefelgehälter und die elektrolytische Leitfähigkeit messen konnten. Der Sabrobienindex ist eine biologische Untersuchung. Für diesen Index haben wir aufgefundene Organismen als Bioindikatoren benutzt. Dabei haben wir folgende Ergebnisse erhalten:
Die erste Messstation (großer See) wies vermehrt schlechte Ergebnisse auf, sowie chemisch als auch biologisch. An den anderen Stationen fielen die Ergebnisse ähnlich negativ  aus. Allerdings stach der Zulauf mit besonders guten Ergebnissen heraus. Dies  verwunderte uns ein wenig, da der Zulauf direkt an der Straße und in der Nähe einer Tankstelle liegt. Diese Ergebnisse von den verschiedenen Gruppen haben wir zusammengefasst und eine Gewässergüte berechnet. Dabei sind wir auf einen Wert zwischen zwei und drei gekommen. Dies bedeutet, dass das Rosarium ein starkbelastetes Gewässersystem ist.

Diese erhöhte Belastung lässt sich durch mehrere Aspekte erklären. Der erste Grund kann zum einen die fehlende Durchmischung des Gewässers sein. Durch die Stagnierung des Gewässers kann dieses nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Ein anderer Grund sind womöglich die umliegenden agrarwirtschaftlichen Nutzflächen und die damit verbundene erhöhte Düngerbelastung des Bodens. Unter anderem spielt auch die anliegende Industrie eine große Rolle für die Belastung. Um eine weitere Verschlechterung des Rosariums zu verhindern, besteht dringender Handlungsbedarf. Dazu haben wir uns auch Gedanken gemacht und mögliche Handlungsoptionen durchdacht. Zum einen sollten zusätzliche Filteranlagen eingebaut und mehr Wasserpflanzen hinzugefügt werden. Es sollte außerdem der Gebrauch von Düngemitteln eingeschränkt werden. Die Qualität des Rosariums und die angrenzende Natur lassen sich auch mit unserer Hilfe verbessern, indem wir mehr auf unsere Umwelt achten. Wir mussten feststellen, dass es leider nicht so rosig um das Rosarium bestellt ist. Damit Uetersen weiterhin bekannt für das schöne Rosarium bleibt, müssen Maßnahmen ergriffen werden. Ein paar unser Vorschläge würden schon sehr helfen, die Gewässerqualität zu verbessern.

 

Ingo K., Agnes K., Paul L., Florian M. und Robert R. (Q.2c)