Im Angesicht der Zuversicht

Im Laufe dieses Jahres hat sich die Flüchtlingskrise in ganz Deutschland bemerkbar gemacht und auch in Uetersen kommen mittlerweile mehr und mehr Hilfesuchende an. Die Aufnahme und Versorgung dieser Menschen, die meist eine mehr als beschwerliche Reise hinter sich haben, hat dabei Priorität.

Um das Angebot dieser Initiativen zu vergrößern, lud das Wirtschaft/Politik-Profil des 11. Jahrgangs des Ludwig-Meyn-Gymnasiums am Samstag, dem 3. Oktober 2015 zu einer Konferenz in der Mensa ein, bei der rund 90 SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen der Schule halfen, das Angebot an Aktivitäten in der Rosenstadt zu verbessern. Gemeinsam wurden Projektideen gesammelt und anschließend ausgearbeitet. Das Engagement und die Besucheranzahl überstiegen dabei die Erwartungen der OrganisatorInnen bei weitem, die veranstaltende Klasse ging anfangs von etwa 30 Besuchern aus. Der Schüler und Moderator der Veranstaltung, Timo Landmann, resümiert: „Es ist schön, dass sich viele Leute engagieren.“

Insgesamt wurden während der Konferenz neun Projekte entwickelt. Darunter viele, die Deutsche und Flüchtlinge einbinden wie gemeinsames Kochen oder Musizieren. Besonders diskutiert wurden mögliche Patenschaften, die entweder von ganzen Klassen, Familien oder Einzelpersonen übernommen werden könnten. Auch die Idee, mit gemischten Gruppen Sport zu machen, kam auf. Einer der Verantwortlichen dieser Gruppe, Frank Rachow (16), sagte, dass Sport „viele verbindet und die Kommunikation und das Gemeinschaftsgefühl stärkt.“ Auch die DAZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache), die mittlerweile an zwei Uetersener Schule bestehen, wurden wiederholt aufgegriffen, unter anderem in einer Partnerschaft mit Klassen der Uetersener Schulen.

Nach rund zweieinhalb Stunden ging die Konferenz zu Ende. Am Ende ließen sich bereits konkrete Ideen und Ausarbeitungen vorweisen. Die Moderation wagte einen Ausblick auf die Zukunft: „Wir sind zuversichtlich, dass sich einige dieser Projekte realisieren lassen.“ Auch die Rückmeldungen der Teilnehmer fielen positiv aus. Die Konferenz sei sehr strukturiert und gut organisiert gewesen. Vor allem wurde aber der Wille zu helfen gelobt. Wolfgang Hammerstein, der sich ehrenamtlich um Neuankömmlinge in Uetersen kümmert und bei der Veranstaltung über die Situation der Flüchtlinge referierte, sprach von einer „tollen Veranstaltung“.

 

Unter dem folgenden Link ist die Konferenz dokumentiert: https://www.youtube.com/watch?v=oI0N_A_6PSQ
 

 

Marcel S., (Q1.d)